Hier soll eine kleine Sammlung an Informationen, Tipps und Methoden, die einem generell beim Kochen weiterhelfen, stehen.
Im Moment ist dies ein Zusammenwurf an Fragen und Problemen, die mir beim Erstellen meiner Rezepte aufgefallen sind.
Diese Sammlung soll im weiteren Verlauf dieser Seite wachsen und sich entwickeln.
Tofu erhält durch Einfrieren eine schwammartige Konsistenz.
Dies führt dazu, dass man den Tofu wunderbar auspressen und zu Hack zerbröseln kann.
Der Tofu verliert durch das Einfrieren den Eigengeschmack und nimmt wegen der schwammartigen Konsistenz wunderbar neue Geschmäcker durch Einlegen, Marinieren oder in flüssigen, würzigen Gerichten an.
Zum Vergleich zwei Bilder:
So sieht der frische Tofu aus.
Der Tofu ist an den Seiten sehr glatt und insgesamt sehr feucht.
Und so zwei Stücke von der selben Einkaufstour, die aber eingefroren waren und nun aufgetaut und etwas ausgepresst sind.
Der Tofu ist porös und "trockener". Er bröckelt schon etwas durch das Auspressen.
Steht in einem Rezept die Zutat Sojasahne, kann selbstverständlich auch andere Sahne verwendet werden wie z.B. Hafersahne oder ähnliches.
Dies gilt natürlich auch für Äquivalente zu Sojamilch und Sojajoghurt.
Der Grund hierfür liegt darin, dass ich vorwiegend Sojaprodukte benutze und es so offensichtlicher ist, dass keine Drüsensekretprodukte verwendet werden.
Bei Sahne, die aufschlagbar sein soll, ist es sehr wichtig auf auf dieses Merkmal zu achten, da nicht alle pflanzlichen Sahnen aufschlagbar sind.
Tomaten häutet man, indem man oben, wo der Stiel war, ein Kreuz in die Tomate schneidet und sie danach kurz in kochendes Wasser gibt.
Daraufhin kurz mit kaltem Wasser abspülen und die Haut lässt sich einfach abziehen.
Je reifer die Tomate, desto weniger lange braucht sie im heißen Wasserbad.
Wenn man nicht gerade ein spezielles Bäckermesser dafür hat, kann man einen Tortenboden am besten mit einer strapazierfähigen dünnen Schnur in Scheiben kriegen (zur Not die Schnur doppelt nehmen).
Dafür den Rand des Bodens mit einem Messer rundherum auf der richtigen und gleichen Höhe etwas einkerben und dann die Schnur um den Boden in die Einkerbungen legen.
Wenn man einmal rum ist, die Schnurenden überkreuzen.
Das Ende von der rechten Seite in die linke Hand nehmen und das Ende von der linken Seite in die rechte Hand nehmen. Dann vorsichtig und nicht in einem Ruck an den Enden ziehen.
Sollte die Schnur nicht direkt gut durch den Boden kommen, etwas abwechselnd an den Enden ruckeln.
Wenn man mehrere Biscuit-Ebenen braucht, sollte man am Anfang schon alle Ebenen mit dem Messer einritzen, damit man am Ende auch eine gute Einteilung hat.
Die Bodenebenen kann man dann vorsichtig mit einem Blatt Papier oder etwas Backpapier herunterheben, indem man die Ebene an einer Seite ein kleines bisschen hochhebt und dann das Papier darunter zieht.
Dann immer weiter eine andere Seite leicht hochheben und das Papier darunter ziehen bis man es ganz drunter hat und die Ebene damit zu fassen kriegt.
So kann man dann die Ebene mit Spannung auf dem Papier ohne Probleme abnehmen.
Sollte etwas Boden am Rand abbröckeln oder das Ganze nicht allzu gleichmäßig durchtrennt sein, ist das nicht schlimm, denn man sieht es am Ende, wenn Sahne oder Creme dazwischen und oben drauf ist, eh nicht so genau.
Es gibt verschiedene Methoden, wie man Seitan herstellen kann.
Fertig Kaufen
Dies ist wohl die einfachste Methode.
Man hat selber so gut wie keine Arbeit, dafür bezahlt man viel Geld für fertigen Seitan und ist im Gebrauch eingeschränkt.
Das betrifft einerseits die Form, da man aus einem Klumpen schlecht ein großes Schnitzel machen kann, und andererseits den Geschmack, den man so nur durch Marinieren hinbekommt.
Ich persönlich kaufe nur fertige Seitanprodukte oder Seitan-Tofu-Mischprodukte, die ich selber so nicht hinkriegen würde (Würstchen, Aufschnitt) und das auch nicht allzu oft.
Um Seitan selber herzustellen, kann man sich zweier Methoden bedienen.
Bei der einen wäscht man den Seitan aus Mehl aus und bei der anderen vermischt man einfach Wasser mit schon fertig extrahiertem Gluten.
Auswaschmethode
Dazu nimmt man Mehl und Wasser und macht daraus einen relativ festen Teig.
Diesen lässt man ca. 1 Stunde im Kühlschrank stehen, damit sich das Gluten ausbilden kann.
Danach wäscht man nach und nach die Stärke aus dem Teigklumpen heraus, sodass am Ende nur noch das Gluten übrig bleibt.
Dieses Gluten schneidet und formt man dann so, wie man es haben will (Schnitzel, Gulasch, etc.) und kocht es für ca. 30 Minuten in Gemüsebrühe (man kann noch eine Zwiebeln vierteln und hinein geben oder Lorbeerblätter hinzugeben, für etwas mehr Geschmack).
Danach kann man den Seitan, wie man möchte verwenden (braten, kochen, etc.), nur sollte man ihn vorher etwas auswringen.
Diese Variante ist auf jeden Fall billiger als den Seitan fertig zu kaufen und man kann die Formen selber bestimmen.
Jedoch ist es auch recht aufwändig den Seitan auszuwaschen und auch hier kann man den Seitan an sich nicht würzen oder direkt in Verbindung mit anderen Lebensmitteln benutzen.
extrahiertes Gluten
Bei dieser Methode verwendet man fertiges Gluten, welches man eventuell in Reformhäusern, Internetversänden oder beim Bäcker bekommt, und vermischt es mit Flüssigkeit.
Danach wird es genauso wie der ausgewaschene Seitan erst einmal in Gemüsebrühe gekocht.
Es ist recht billig (1kg Gluten für ca. 4€) und es sind einem kaum Grenzen gesetzt, denn man muss nicht unbedingt nur Wasser zum Gluten rühren, sondern kann auch Gemüsebrühe oder Tomatensaft nehmen und in diese z.B. noch Sojasauce, Olivenöl oder Knoblauch hinzugeben.
Auch kann man das Gluten direkt in andere Lebensmittelmischungen mit einrühren und diesen Mischungen somit eine fleischige Textur und Bindung verpassen.
Seitan kann man übrigens problemlos einfrieren.
So bleibt er lange haltbar und es lohnt sich, größere Portionen für spätere Verwendungszwecke herzustellen.
Kochbeutelreis ist sehr einfach zu kochen.
Dafür ist loser Reis schon ein klein wenig anspruchsvoller.
Die Regel lautet: Pro Tasse Reis 1 1/2 Tassen Wasser.
Dazu noch etwas Öl und Salz geben.
Den Reis kurz aufkochen und dabei sporadisch umrühren, dann die Platte auf geringe Temperatur stellen und den Reis mit geschlossenem Deckel dämpfen lassen.
Den Deckel währenddessen auch am besten nicht abnehmen. Anbrennen tut der Reis eigentlich nicht, er pappt höchstens etwas am Boden.
Fertig ist der Reis, wenn kein Wasser mehr da ist und der Reis fluffig ist, was nach ca. 10-15 Minuten der Fall ist.
Auch, wenn man es nicht allzu sehr glauben mag, aber es macht einen großen Unterschied, ob man ganze Tomaten in der Dose, gestückelte Tomaten in der Dose oder passierte Tomaten für Saucen benutzt.
Bei gestückelten Tomaten habe ich das Problem, dass fast immer noch Häute und Strünke in der Tomatenmasse vorhanden sind. Leider kriegt man diese bei gestückelten Tomaten nicht gut raus.
Von der Konsistenz her hat man dafür grob gewürfelte Tomatenstücke in Tomatensaft.
Bei ganzen Tomaten in der Dose kann man einfach und schnell selber die Häute und Strünke wegschneiden.
Auch das selber stückeln geht sehr einfach und schnell und vor allem kann man auch selber entscheiden, wie fein man die Tomaten möchte.
Des Weiteren macht es einen Unterschied, ob man selber Tomaten püriert oder die fertig pürierten benutzt.
Die fertig pürierten sind doch recht dickflüssiger als die selbst pürierten und müssen somit nicht sonderlich gebunden werden.
Es macht bei Tomatensaucen geschmacklich einen großen Unterschied, welche Sorte man benutzt.
Am besten probiert man das einfach jegliche Kombinationen und Möglichkeiten selber einmal aus und benutzt die Variante, die einem am besten für das jeweilige Gericht schmeckt.
Salzkartoffeln macht man, indem man die Kartoffeln schält, ein- bis zweimal durchschneidet und in etwas Wasser mit ungefähr einem Teelöffel Salz für ca. 20 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze köcheln lässt.
Pellkartoffeln werden ähnlich gemacht.
Dafür einfach ungeschälte Kartoffeln in Wasser (diesmal ohne Salz) auch bei geringer bis mittlerer Hitze für ca. 30 Minuten köcheln lassen.
Danach abkühlen lassen (evtl. in etwas kaltem Wasser) und dann mit einem Messer sie Haut abziehen.
Die Kartoffeln müssen nie komplett mit Wasser bedeckt sein.
Es reicht, wenn sie zu ungefähr 2/3 bedeckt sind.
Wenn man den Deckel auf dem Topf lässt, werden so alle Kartoffeln gar.
Man kann mit der Spitze eines Messers testen, ob die Kartoffeln durch sind, indem man einfach in einige reinsticht.
Kleine Kartoffeln sind natürlich schneller fertig als größere.
Gemüse in Wasser geben und mit etwa einem Teelöffel Salz dieses salzen.
Wie beim Kartoffel-Kochen ist es hier auch nicht notwendig das Gemüse mit Wasser zu bedecken.
Es reicht, wenn man das Gemüse zu 2/3 mit Wasser bedeckt.
Das Gemüse bei geschlossenem Deckel und geringer bis mittlerer Hitze kochen lassen.
Wann das Gemüse gar ist, hängt von der Sorte ab.
Frühlingszwiebeln sind z.B. sehr schnell gar, wohingegen Möhren etwas länger dauern.
Grundsätzlich sind die meisten Gemüsesorten aber nach ungefähr 10 bis 20 Minuten gar.
Beim Gemüse kann man genauso wie bei Kartoffeln mit einer Messerspitze testen, ob es bereits gar ist, indem man einfach kurz an einer dickeren Stelle hinein piekst.
Zum Einfrieren an sich gibt es nicht allzu viel zu sagen, ausser, dass man das Gefriergut natürlich entsprechend in einen Gefrierbeutel oder eine Plastikdose packen sollte.
Interessanter sind dann doch die Sachen, die man einfrieren kann.
Ganz pauschal kann man das leider nicht sagen, aber einige wichtigen Sachen möchte ich hier doch nennen.
Da wären einmal Brote.
Toastbrot, normales Brot, Burgerbrötchen, etc. sind einfrierbar und lassen sich danach schön auftauen/auftoasten.
Durch das einfrieren sind sie auch sehr viel länger haltbar.
Auch gut einfrierbar sind Tomatensaucen.
Z.B. Tofubolognese, Sauce für Türkische Pizzen, Tomatensauce, Chili con Tofu, Ratatouille.
Somit kann man diese Sachen auch auf Vorrat kochen oder übrig gebliebenes haltbar machen.
Was man noch unbedingt im Gefrierschrank haben sollte sind Kräuter.
Frische Kräuter im Topf sind natürlich definitiv besser, aber auch die gehen leider irgendwann kaputt oder sind rar, weil zu viel abgepflückt wurde.
Auch kann man sich von Freunden oder Verwandten mit Kräutergarten im Sommer Kräuter mitnehmen und diese dann noch im Winter verwenden.
Dafür muss man einfach die Kräuter in die gewünschte Form schnippeln und einfach in den Gefrierschrank stecken.
Die Kräuter dürfen nur nicht aufgetaut und wieder eingefroren werden, da sie sonst schlecht werden.
Bei frischem Gemüse ist es teilweise etwas problematisch, weil Gemüse vorher blanchiert werden muss.
Man kann dafür aber fertiges, gefrorenes Gemüse teilweise günstig kaufen und hat somit immer wenigstens etwas frisches Gemüse für ein Not-Essen Zuhause.
Halt mache ich generell vor fertigen Gerichten, denn wer will schon gefrorenes Kartoffelpüree?